Fest der Sinne

Mein buntes Meer
aus dem ich komme
in das ich tauche

Die Sonne
der Mond
der Nebel
weisen den Weg

Schnee
Wind
Regen
auf meiner Haut

Die sanften Hügel
der Felder
grün, braun und gelb
begraben mich
geben mich frei

Ich rieche
bei jedem Atemzug
die Luft
die Weite
die Klarheit
die Tiefe

Bäume und Sträucher am Wegesrand
Flieder
Akazien
Weinstöcke
die Blumen der Gräber und Gärten

Der Duft von Rosen, Tulpen
und Belagonien
grünes Gras
dürre Wiesen
Lehm, Löss und Staub
nasse Erde
in der ich nach Turmmuscheln grab

Ich hab den Zinnienstrauß vergessen
an dem ich mich laben könnte –
an einem anderen Ort
zu Haus

Das Gedicht ist eine sinnliche Hommage an meine Heimat,
das Weinviertel, über das sich vor 17 Millionen Jahren
eine Meereszunge erstreckte.

Genießt auch Ihr die Geschenke der Natur
nehmt dankbar ihre Energien auf –
und empfängt tiefe Freude und Segen!

 Herzensgrüße Beatrix