Das 20 Millionen Dollar Experiment

An einem wunderschönen Herbsttag sucht ein alter Goldgräber in den Bergen Nordamerikas nach seinem geliebten Edelmetall. Er ist alt, seine Knochen schmerzen und das bisschen, dass er in seinem Leben gefunden hat, reicht gerade mal, dass er nicht verhungert. Müde setzt er sich auf einen großen Felsen und wischt sich den Schweiß von der Stirn. Da fällt ihm auf, dass sich dieser Fels sehr seltsam anfühlt. Er ist ungewöhnlich kalt und seine gesamte Oberfläche ist von einer schwarzen Schmutzschicht bedeckt. Vorsichtig beginnt er mit seiner Hacke den Schmutz zu entfernen. Was nun zum Vorschein kommt, übersteigt seine kühnsten Träume.

Pures Gold.

Seine Hände beginnen zu zittern und er wagt es kaum zu atmen. Der gesamte Fels, der die Größe eines kleinen Berges hat, ist durch und durch aus reinem Gold. Diese Menge übersteigt alle Funde, die je auf dieser Erde gemacht wurden und der Wert sprengt alle Vorstellungsgrenzen.

Da hat dieser alte Goldgräber eine Vision.

Die Vermögenssumme ist so hoch, dass sich mit einem Schlag das Elend dieser Welt beenden lässt. Dieser Gedanke hat etwas Göttliches und lässt ihn nicht mehr los. Er beschließt mit jedem, wirklich jedem Menschen dieser Welt zu teilen.

Diese Idee gefällt auch den Regierungen. Mit einer unvorstellbaren Solidarität helfen tausende von Menschen diesen Traum zu verwirklichen. Einige Monate später besitzt jeder einzelne Erdenbürger Gold im Wert von 20 Millionen Dollar. Keiner braucht mehr einem anderen etwas zu neiden oder zu stehlen, jeder hat mehr als er in seinem Leben verbrauchen kann.

Doch sehr schnell tauchen massive Probleme auf. Es gibt nirgends mehr Personal. Geschäfte, Ämter und Hotels stehen leer. Es verkehren keine öffentlichen Verkehrsmittel, die Tankstellen bleiben unbesetzt. Kein Mensch braucht mehr zu arbeiten, es sind ja nun alle Millionäre.

So schön dieses Experiment begonnen hat, scheint es nun doch in die Verzweiflung zu führen, bis die ersten Menschen beginnen in ihre alten Berufe zurückzukehren. Sie tun dies mit einer gewissen Leichtigkeit, denn sie brauchen keinen Gehalt, sie sind von niemandem abhängig, sie arbeiten, weil sie es möchten. In kürzester Zeit werden es immer mehr und es beginnt sich ein ganz anderes Lebensgefühl zu verbreiten. Jeder Zwang verschwindet. Durch die Freude an der Arbeit verbessert sich zunehmend die Qualität der Produkte und Dienstleistungen. Die Unternehmen würden jetzt ohne große Anstrengungen gewaltige Gewinne machen, nur, es braucht keiner mehr Gewinne.

Ein neues Zeitalter der Gesellschaft bricht heran und es beginnt sich alles prächtig zu entwickeln, bis ein sehr kluger Finanzexperte plötzlich eine erschreckende Erkenntnis hat: „Wenn es auf der Erde so viel Gold gibt, ist es ja nichts mehr Wert. Ihr seid nicht reich, das ist eine Illusion.“ Doch ihm antworten die Menschen, die nun glücklich in ihren Berufen sind: „Die einzige Illusion ist die, dass der Reichtum von außen kommt.

Diese Geschichte ist natürlich frei erfunden, die daraus gewonnene Erkenntnis aber nicht.

Wolfgang Wieser

 

 

 

Herzbotschaft – ein Service von Bücher mit Herz

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Workbook Herzensbotschaft
WIE DU WIEDER GLÜCKLICH wirst in 7 Schritten

Ein einziger Augenblick kann alles verändern und plötzlich stehst Du vor den Trümmern Deines Lebens. Margeauxs Herzbotschaft ist eine Anleitung und zeigt Dir in 7 Schritten, WIE DU WIEDER GLÜCKLICH wirst.

Wie es dir gelingt, Dein Leben wieder zum Positiven zu verwandeln.
Warum ich das weiß?
Weil ich das selbst erlebt habe!

ACHTUNG: Das ist ein Workbook!!!

Du steckst jetzt ziemlich tief in der SCHEISSE?
Du würdest alles tun, um wieder aus der Misere rauszukommen?
Dann bist Du hier richtig!!!

Dieses Workbook ist ein Geschenk von Bücher mit Herz, Du kannst es hier gratis anfordern und es ist das Workbook zu Savitris Botschaft.

Nimm Dir Zeit (am besten ein bis zwei Wochenenden lang oder zwei Wochen lang jeden Abend ein bis zwei Stunden) und reflektiere über Dich, Deine Gefühle und Dein Leben. Wenn Du bei einem Thema nicht weiterkommst – kein Problem – schlafe drüber, lass es auf Dich wirken. Dein Unterbewusstsein arbeitet FÜR DICH.

Hier sind die 7 Schritte im Überblick:

Erster Schritt: Deine Geschichte – Dein Leben
Zweiter Schritt: Ziehe Bilanz
Dritter Schritt: Deine Ressourcen – Was hast Du?
Vierter Schritt: Deine Bedürfnisse – Was brauchst Du?
Fünfter Schritt: Dein TUN verändert sich.
Sechster Schritt: Andere haben es auch geschafft!
Siebter Schritt: Sei dankbar für das, was Du hast.

Hinweis: Bitte ein Kapitel nach dem anderen lesen und gleich bearbeiten!

Erster Schritt: Deine Geschichte – Dein Leben

Was war VOR dem „Supergau“? Teilst Du Dein Leben in davor und danach?
Was war davor? Bitte nimm Dir für diesen Punkt sehr viel Zeit, hier warten extrem viele Erkenntnisse auf Dich! Schreibe Dir Deine Lebensgeschichte von der Seele und trage die Frage:

„Was war Dir in Deinem Leben VOR Deinem Supergau WERTVOLL und WICHTIG?“ einige Tage (oder Wochen) mit Dir herum.

Wenn Du diesen Punkt sehr gewissenhaft und ausführlich machst, wirst Du vielleicht sogar verstehen, wie es zu dieser Lebenskrise kommen konnte. Ich selbst habe mich vor diesem Punkt sehr lange gedrückt, weil ich mein Leben in DAVOR und DANACH eingeteilt hatte. Es war sehr lange für mich so, als wäre mein DAVOR gar nicht mehr relevant für mein jetziges Leben, weil der Selbstmord meines Mannes ALLES verändert hat, meine gesamte Sichtweise dieser Welt.

Dabei habe ich nicht gemerkt, dass ich mich von allem, was mir einmal wichtig war, abgeschnitten habe.  Bei diesem Prozess, durch den Du jetzt gehst, begleite ich Dich mit diesem Workbook sehr gerne.

ABER es erfordert von DIR zwei Eigenschaften: Ehrlichkeit & Mut

Bitte spring über Deinen Schatten, Deine Verhaltensweisen und Gewohnheiten! Denn sonst bleibst Du auf der Stelle und Dein Elend wird Dein Status Quo und das willst Du ganz sicher nicht! Oder?

DU WILLST WIEDER GLÜCKLICH SEIN!!!

Und ich sage Dir etwas: Du hast das Recht wieder glücklich zu sein!

Wünscht Du Dir Dein DAVOR zurück? Wenn ja, ist es ganz dringend notwendig, DIR DEIN DAVOR in allen Einzelheiten aufzuschreiben.

So jetzt bist Du dran!  Fordere Dein Workbook an.

Viel Kraft und Menschen, die Dir beistehen, wünscht Dir von Herzen
Margeaux

Ein Service von

Der richtige Zeitpunkt

Hin und wieder bringt uns das Leben in eine Situation, wo wir (bewusst oder unbewusst) entscheiden, ob wir so weitermachen wie bisher oder eine Kurskorrektur vornehmen. Dieser Artikel erzählt von solchen Situationen – von einem Freund, einer Freundin und von mir selber. Und er zeigt dir anhand von Beispielen, wie du den richtigen Zeitpunkt rechtzeitig erkennst und dich dann bewusst für eine Änderung der Situation entscheidest.

Ein langes Leben zu erreichen hat viele Vorteile, vor allem wenn du gesund bist. Einen gravierenden Nachteil bringt es aber auch mit sich: Du verlierst mit den Jahren und Jahrzehnten einen Freund / eine Freundin nach der anderen.

Den ersten Freund (er war 10 Jahre jünger als ich) verlor ich schon vor ca. 30 Jahren. Der Dauerstress beim scheinbar notwendigen Konkurrieren gegen jüngere Mitbewerber verursachte bei ihm eine Gehirnblutung, an der er nach kurzer Zeit starb.

Eine langjährige Freundin (ebenfalls 10 Jahre jünger als ich) verlor ich 2003. Und wieder war es der Dauerstress, den sie sich im Zuge ihres Privatkonkurses machte, der ihr mit 59 Jahren das Leben kostete – ebenfalls durch eine Gehirnblutung nach einer radikalen Fastenkur.

Beide haben den richtigen Zeitpunkt verpasst, ihre krank machenden Einstellungen rechtzeitig zu ändern. Und beide zogen sich durch die gleiche Ursache (Dauerstress und zu wenig erholsamen Schlaf) die gleiche Erkrankung zu: Ein Durchblutungsmangel im Gehirn und damit eine permanente Unterversorgung der Zellen in den Blutgefäßwänden mit Sauerstoff und Nährstoffen.

Die Ursachen von Dauerstress

Dauerstress entsteht durch permanente Überforderung und/oder Unterforderung. In meinem ersten Job (1962) war ich mengenmäßig überfordert und qualitativ unterfordert. Ich nutzte daher die erstbeste Gelegenheit, mich aus diesem Teufelskreis heraus zu katapultieren. Die Story dazu und fünf bewährte Werkzeuge, wie du gekonnt mit Stress umgehst findest du in meinem neuen Geschichten- und Trainingsbuch „3 Wege zum Glücklichsein“.

Hier geht es aber nicht primär um Stress, sondern darum, wie du den richtigen Zeitpunkt für eine „not-wendige“ (die Not wendende) Entscheidung rechtzeitig erkennst. Mein erster „richtiger Zeitpunkt“ war 1962, meine jüngster im Juli 2019. Denn da erkannte ich das unglaubliche Potential der Physikalischen Gefäßtherapie.

Der richtige Zeitpunkt für eine not-wendige Kursänderung ist …

• wenn du permanent überfordert oder unterfordert bist.
• wenn du kaum mehr Zeit mehr für dich selber hast.
• wenn du immer weniger tust, was du wirklich liebst.
• wenn dir dein Tag meist mehr Frust als Lust bringt.
• wenn es nichts mehr gibt, was dir richtig Freude bereitet.
• wenn du jeden Tag irgendwelche Schmerzen spürst.
• wenn dein Schlaf nur mehr selten richtig erholsam ist.

Einer meiner wichtigsten „richtigen Zeitpunkte“ war im Sommer 1999. Denn da fasste ich dank eines unerträglich schmerzhaften und frustrierenden Erlebnisses den spontanen Entschluss, wieder jünger zu werden. Ab diesem Moment fiel mir alles zu, was ich dafür brauchte! Mehr dazu in meinem Blogartikel „Das hat mein Leben verändert“.

Vergiss die Freude nicht

VOM BIBER, DEM FUCHS UND DER TOTEN MAUS

(Auszug aus dem neuen Manuskript von Beatrix Antoni)

 

Denke nicht, dass die Dinge so sind, wie sie sind.
Sie scheinen nur so.
Denke lieber, dass sich hinter allem ein kleines Geschenk offenbart.

Ein Geschenk von vielleicht unvorstellbarer Größe.
Folge diesem Wert –
und er wird sich dir zu erkennen geben.

Nicht der Mensch erschafft die Welt.
Er tut nur so –
und bleibt um so mehr in der Finsternis.

Denke lieber,
dass alles was ist,
Gottes Antlitz trägt
und du darin Aufnahme findest.

Verbeuge dich vor der Welt
und ihrem Schöpfer
und sie wird dir zu Füßen liegen
und sich in den schönsten Farben zeigen!

Wann?

Vor kurzem habe ich im Garten hantiert.
Über mir im hohen Baum krächzte eine Krähe –
laut und wild.

Ich konnte sie aber nirgends entdecken,
also tat ich weiter,
was ich tat.

Die Krähe krächzte wieder,
vehement und unüberhörbar drang
ihr Schreien und Rufen in mein Ohr.

Als wäre es an mich gerichtet,
irgendwie nur an mich.

Ich versuchte wieder die Krähe zu erblicken,
sah in tausend Blätter, Zweige und Äste,
aber nicht wo die Stimme herkam,
die unentwegt um Aufmerksamkeit rang.

„Ich spreche Deine Sprache nicht,
verstehe nicht, was Du mir sagst“,
murmelte ich verärgert vor mich her.

Dann kam mir in den Sinn,
„Was willst Du mir denn sagen?“

Und prompt:

„Vergiss die Freude nicht!“

Das veränderte viel, weil es so wichtig war –
und gleich so viel änderte!
Ich war berührt und ergriffen
und setzte meine Arbeit fort.

Aber anders –
mit einem Lächeln im Gesicht und
dem Gefühl, dass alles wunderbar ist
und der Freude wert!

Kein Gekrächze war mehr zu hören.
Aus und vorbei.
Alles gesagt und ich habe es verstanden.

Es liegt an mir
diese Botschaft zu verinnerlichen –
für sie dankbar zu sein –
und für alles –
und mit Freude zu genießen!

Wenn Dich interessiert, wie wir alle mehr Glückseligkeit und Freude erlangen können, schau Dich auf meiner Homepage:  www.lebenalsgesamtkunstwerk.at  um. Mein Ziel ist es, Menschen wieder ihren wahren Lebenskern und -auftrag zugänglich zu machen und sie in ihre natürliche Lebendigkeit und Lebensfreude zu führen.

Herzensgrüße!
Beatrix

 

 

 

 

REISEBLOG 6 #couchsurfen

#FROMEUROPETOHAWAII #BUECHERMITHERZ #SANDRAFOLLOWSHERHEART #INFLUENCERBITOLDER

Couchsurfing-Premiere auf Sardinien

Couchsurfen – eine neue Welt eröffnet sich für mich

Das Buch „Mit 50 Euro um die Welt“ von Christopher Schacht – bewegend und inspirierend – führte mich in die Welt des Couchsurfens. Es erzählt von einem jungen deutschen Burschen, der eine 4-jährige Weltreise machte. Sogleich lud ich mir die im Buch angeführte Couchsurfing-App herunter und registrierte mich, um näher in die Erfahrung des „Low-Budget“-Reisens hineinzuwachsen.

Auf meiner Reise #fromeuropetohawaii hatte ich nun bereits einige Male die Gelegenheit, in diese neue Welt einzutauchen. Couchsurfing ist übrigens ein kostenloses Übernachten in Wohnungen oder Häusern anderer Mitglieder eines gleichnamigen Netzwerks im Internet.

Couchsurfing-Premiere auf Sardinien

Schon Wochen vor meiner Abreise suchte ich auf der Couchsurfing-App nach Möglichkeiten einer Übernachtung. Doch einfach war dies nicht wirklich. Schon früh nämlich stellte ich fest, dass es unter Millionen von App-Nutzern gar nicht so selbstverständlich ist, eine Zusage für eine passende kostenlose Unterkunft auf der Couch zu finden:

  • entweder die Leute antworten gar nicht – was erfahrungsgemäß meistens der Fall ist
  • oder sie antworten, wenn es bereits zu spät ist,
  • doch häufig bekommt man sehr freundliche Absagen, dass es zeitlich nicht passt,
  • und im seltensten Falle bekommt man eine Zusage.

Mutige Schritte

Die erste Zusage bekam ich von Ines auf Sardinien. Kurz bevor ich von meiner ersten Destination auf Monteleone Rocca Doria abreiste, wollte ich mich nochmal bei Ines erkundigen, ob alles klar ist, denn sie reiste vor meiner Ankunft in Asien herum. Doch sie meldete sich nicht. Ich wurde nervös und musste nochmal auf der CS-App nachforschen. Von vielen Anfragen meldete sich ein einziger mit einer Zusage: Marcello!

Will ich das wirklich? Ein Mann, und meine erste Couchsurfing-Erfahrung? Doch ich hatte keine andere Wahl! Hotels waren für mich nicht leistbar. Günstigere Unterkünfte oder Hostels konnte ich auf Booking.com und Co nicht finden. Was blieb mir also übrig?! Marcello hatte an die 300 positiven Bewertungen! Beruhigend??? Irgendwer erzählte mir, dass man Bewertungen auch kaufen kann – huch, ich glaub das jetzt einfach mal nicht, denn Marcellos Account schien mir durchaus seriös zu sein. Ich erinnerte mich sogleich an mein Schlüsselwort: VERTRAUE!

Nicht nur ich wollte sicher gehen, denn nachdem ich zugesagt hatte, war es Marcello, der vorab mit mir telefonieren wollte, um mich kennenzulernen – so plauderten wir in einem Mix aus Englisch und Italienischem Kauderwelsch. Er stellte mir ein paar Fragen, mit denen er bei jedem Couchsurfer vor Ankunft aufwartete. Er wollte wissen, welche drei Schlagworte mich beschreiben würden. Spontan wie ich antworten musste, fiel mir ein: offenherzig, ehrlich, flexibel. „Mutig“ wäre wohl im Zusammenhang mit dieser ersten Couchsurfing-Erfahrung noch passender gewesen!

Mmhh, welche Eigenschaften würden dir, lieber Leser, für dich spontan so einfallen? Marcello verriet mir auf meine Frage hin auch seine drei Eigenschaften: colorful, open-minded, friendly. Colorful war das erste, was ich sofort als ich in seine Wohnung kam bestätigen konnte. Alles bunt, gelbe und rote Wände, bunte Decken, eine Single-Wohnung, die kuntabunt und auf eine nette Art auch durcheinander wirkte.

Marcello wohnte in Olbia, was für mich infrastrukturell weitaus günstiger lag, da ich nach diesem Aufenthalt von Olbia die Fähre nach Rom gebucht hatte, um meine Tochter während ihrer Rom-Sprachreise zu besuchen. Da wir spontan entschieden, auf ein Eros Ramazzotti Konzert zu gehen, blieb ich schlussendlich nur diese eine Nacht bei Marcello. Auf seiner Gitarre spielte er mir an dem Abend extra für mich meinen Eros, obwohl er seine Musik gar nicht mochte, sangen wir gemeinsam „Terra Promessa“ und hatten Spaß dabei. Meine Nacht verbrachte ich auf der Wohnzimmer-Couch, eingewickelt in meinen Schlafsack, da es doch sehr kühl war, nahm ich mir noch eine seiner etwas schmuddeligen Decken, die ich vorsichtig über den Schlafsack legte.

Hausregeln

Marcellos einzige Hausregel war, dass es keine Hausregeln gab, und ich solle mich fühlen wie zu Hause und einfach nehmen, was ich brauche. Als Dankeschön habe ich ihm ein wenig die Wohnung gereinigt, ein paar Früchte und Gemüse für seinen Kühlschrank eingekauft und ihn zu der kleinen Theater-Aufführung am Hafen eingeladen.

Wenn man eine Gegenrechnung aufstellt im Vergleich Hostel und Couchsurfing, kann ich nicht behaupten, dass Zweiteres alles in allem günstiger war. Aber in jedem Falle war es eine wertvolle Erfahrung! Am nächsten Tag kam die junge Leonie aus Deutschland als Couchsurferin, mit der ich erfreulicherweise wieder einmal in meiner Sprache plaudern konnte. Leonie faszinierte mich, wie sie lebt und alleine reist und welch weise Einstellungen sie schon in jungen Jahren hat.

Couchsurfen bei Pisa

Meine nächste Couchsurfing-Erfahrung war eine typisch italienische Familie in der Nähe von Pisa. Die zwei Töchter im Teenie-Alter waren entzückend und haben sich vorbildlich benommen. Immer wenn sie merkten, ich komme beim Italienisch-Sprechen nicht mit, haben sie – auch im gemeinsamen Gespräch unter der Familie – gleich Englisch gesprochen, damit ich sie leichter verstehen konnte.

Ihr Vater hat uns abends einen herrlich leckeren Fisch mit Salat zubereitet, ich stellte den Wein zur Verfügung.

Der schwarze Kuschel-Kater „Gatta“ (was so viel wie „Katze“ heißt) schlief nachts nicht nur BEI mir, sondern AUF mir auf der Couch. Fragt sich: „Wer war da bei wem couchsurfen?“

In den vier Wänden von fremden Leuten Zeit zu verbringen ist eine Sache, und dann noch auf der Couch zu übernachten eine andere! Nicht jedermanns Sache! Doch man bereut nichts! So viel wage ich zu versprechen. Es waren anfangs wie auch beim ersten Couchsurfen gewöhnungsbedürftige Stunden, doch nach näherem Kennenlernen eine wahrhaftig bereichernde Zeit. Und es ist es wert, über seinen Schatten zu springen, offen zu sein für das Neue, für das Fremde, für das Einfache – man bekommt so viel zurück.

Couchsurfen am persönlichen Jakobsweg in Österreich

Nach meiner Mariazell-Pilgerung wollte ich den Jakobsweg weitergehen. Während dieser Pilgerung nach Salzburg durfte ich zweimal Couchsurfen. Je eine Nacht – einmal bei Alena mit ihrem süßen Baby und ihren Eltern, die sich alle liebevoll um mein Wohl gekümmert haben – ich hatte Luxus pur mit einem eigenen Zimmer und eigenem Bad im Dachgeschoß. Es war mir übrigens bei jeder Suche sehr wichtig, dass ich ein eigenes Zimmer habe – diesen Wunsch kann man in der App bei der Suche auswählen. Wenn es an Angeboten mangelt, hilft halt nur, diese Option wegzuklicken.

Doch auch bei meiner nächsten Gastgeberin hatte ich Glück mit einem eigenen Zimmer. In Oberösterreich hatte ich das Vergnügen, auf einem Bio-Bauernhof bei Vlora unterzukommen, wo ich sogar zum ersten Mal eine Ziege melken durfte.

Was für eine liebevolle Begegnung. Ich konnte viel lernen, Vlora ist eine sehr weise Frau, nicht nur was das Landwirtschaftliche betrifft, sie hat mir auch weises Wissen fürs Leben mitgegeben.

Den Attersee entlang gepilgert, durfte ich als nächste Schlafstätte in St. Gilgen am Wolfgangsee couchsurfen. Ein junges Mädchen im Alter meiner Töchter war selbst auf Reisen und bat ihre Mutter als Dankeschön und Gegenleistung in der Couchsurfing-Community, mich als allererste Couchsurferin aufzunehmen. Mit Gabi konnte ich über Gott und die Welt plaudern, wir hatten einige Gemeinsamkeiten entdeckt, vor allem was so manche Herausforderungen im Leben betrifft. Ihr Schicksal war für mich ein weiteres Zeichen, dass ich meine Reise abbrach und zurück zu meinen Kindern kehrte.

Couchsurfen in St. Gilgen am Wolfgangsee

Es ist zwar überall im Leben so, das man wundervollen Menschen begegnet, wenn man offen dafür ist (weil wir alle wunderbare schöpferische göttliche Wesen sind), Menschen, die einem Interessantes über das Leben und über sich selbst erzählen, doch auf einer solchen Pilgerung und beim Couchsurfen sind derartige Begegnungen noch intensiver und häufiger, wage ich zu behaupten. Vielleicht weil man auf so einer Reise automatisch offener dafür ist. Und weil man mehr Zeit hat, sich auf den Menschen einzulassen.

Couchsurfen in Paris

Nach Salzburg im Juni brach ich also meine Pilgerung ab und stornierte meine Flixbus-Buchung nach Paris wie auch die gebuchte Couchsurfing-Familie, die mich aufnehmen wollte – warum es „manchmal anders kommt als man denkt“ habe ich bereits in meinem vorigen REISEBLOG berichtet.

Couchsurfing-Familie in Paris

Im Juli durfte ich nun doch noch meine davor schon geplante Couchsurfing-Familie in der Stadt der Liebe beehren. Christine, die Mutter des Jungen, der mir auf der Couchsurfing-App zusagte, nahm mich – wie schon Vlora – als erste Couchsurferin auf. Auch bei ihr faszinierte mich ihr Vertrauen: „Da kann ich mir noch etwas abschauen!“, dachte ich mir. Ich durfte mich dort wie zu Hause fühlen.

Die ganze Familie war unglaublich hilfsbereit, sodass mein Low Budget-Trip im teuren Paris menschlich gesehen zu einem sehr wertvollen Luxus-Trip wurde. Paris wäre ohne Couchsurfen für meine Börse in jedem Falle Luxus geworden, ich hätte mir wohl nichtmal in einem Hostel Paris leisten können.

Couchsurfing Paris – Sohn stellte mir sein Zimmer zur Verfügung

Emmanuel stellte mir während seiner Reise zum Nordkap sein freundliches Zimmer und Bett zur Verfügung. Ich wurde verwöhnt mit gemeinsam gekochten Essen, wobei Christine mir mehr lernen, als ich helfen konnte.

Referenzen

Wiesen-Couchsurfen – Nachmittags-Chillen am Eiffelturm

Nach dem Couchsurfen ist es üblich, dass man sich gegenseitig eine Referenz schreibt. Bei meiner liebenswerten Pariser Familie, wo ich

die meiste Couchsurfing-Zeit verbracht hatte, fassten wir unsere bedeutsamen Stunden und Tage wie folgt zusammen – wobei ich die meinigen Worte auf deutsch zum Ausdruck brachte:

So eine liebevolle Familie, ich wurde sehr herzlich aufgenommen, hab mich schnell eingelebt, als wäre es mein Zuhause, hatte bereichernde Stunden mit den Eltern. Bin sehr dankbar dass Christine auch deutsch spricht, da mein Englisch nicht so gut ist.

Couchsurfen in Paris – fasziniert von der Handwerkskunst von Christine

Wir haben gemeinsam gekocht, ich habe gelernt wie man französische Crêpes macht und leckere gesunde Mahlzeiten zaubert. Fasziniert hat mich auch die liebliche Gestaltung der Räume mit viel Holz und den selbst gemachten Keramik-Figuren.
Vielen Dank für eure Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft!

Christine schrieb: We had a very nice time with Sandra. We spoke either in German or in English. I liked her discussion and the stories about her Book and of her life. Travelling like she does, is very impressive! Incredible! I wish her to follow her intuition and the signs as she does ! All the best. 

Sie wünschte mir also, dass ich meiner Intuition und den Zeichen weiterhin folge. Was ich auch tat, so gut es mir gelang.

Schnupper-Jakobsweg in San Sebastian/Spanien

Couchsurfen in San Sebastian

Auf meinem Trip von Paris über Bordeaux, nach La Rochelle bis an die Spanische Küste nach San Sebastian, wo ich einen genialen Schnuppertag lang den Jakobsweg mit Blick auf den Ozean machen konnte, durfte ich ein letztes Mal auf diesem Reiseabschnitt eine wunderbare Cochsurfing-Erfahrung machen.

Blick auf San Sebastian

Meine Gastgeberin war ein junges Mädchen, in ähnlichem Alter wie meine Töchter, das ich bereits in Wien auf dem Donauinselfest kennenlernen durfte. Sie legte mir vor meiner Ankunft schon einen Plan zurecht, was ich alles besichtigen könnte, da sie während meines Aufenthaltes arbeiten musste.

Am 22. Juli flog ich von Bilbao zurück, nach einem kurzen Zwischenstopp in meiner Heimat ging es schon weiter nach Kärnten.

Warum? Ich hatte wieder große Lust auf Musica Italiana, das war diesmal der Grund, warum ich meine Reise nicht wie eigentlich geplant nach Porto fortsetzte, sondern ich mich fragte: „Warum denn in die Ferne schweifen, wenn mein EROS doch so nah war?“ Once again: nach Wien und Rom zog es mich nochmal zur Eros Ramazzotti-Tour auf den schönen Wörthersee.

Roadtrip und Couchsurfen im Kleinwagen – hier am Keutschachersee

Low Budget am Österreich Roadtrip

Mein Budget war jedoch schon ziemlich geschröpft und ich fand trotz langem Suchen einfach keine günstige Unterkunft und bekam nach unzähligen Anfragen auf der Couchsurfing-App keine Zusage. So musste ich mich um eine andere günstige oder kostenlose Schlafmöglichkeit umsehen, wenn ich weiterreisen möchte.

Couchsurfen etwas anders, im Kofferraum des eigenen Autos …

Die Idee war gedanklich schon davor geboren: „Wenn ich schon mit dem Auto fahre, möchte ich es auch mal als Übernachtungsstätte nutzen!“ So nahm ich auch meinen Schlafsack und die dicke Yoga-Matte von daheim in meinem kleinen Kia mit. Aber wo kann und darf ich mich mit dem Auto hinstellen, ohne Gefahren oder Verboten ausgesetzt zu sein? Ich machte mich schlau im Internet…

Heilige Stätte beim Stift mit Blick zum Längsee

Die spannenden Details zu meiner ersten Übernachtung am Parkplatz des Stiftes mit Blick auf den Längsee in meinem Auto kannst du in weiterer Folge in meinem in Arbeit befindlichen Buch „FEtH“ nachlesen… Die Nacht war jedenfalls ereignisreich und anstrengend, voller Mut und Vertrauen, ich berichte über natürliche Bedürfnisse, Träume, lästige Insekten und andere Tierchen, die über mein Auto liefen… Es hat irgendwie auch Spaß gemacht, es war Abwechslung und Abenteuer pur. Und trotz gewisser Ängste fühlte ich mich im geschützten Bereich dieser Heiligen Umgebung eines Stiftes wohl behütet.

Wie geht es weiter?

Wo es mich noch hingetrieben hat? Wo ich im noch im Auto übernachtet habe? Wie es ist als Frau alleine FKK zu baden? Wie es für mich war in einem Kloster zu übernachten?Welche erkenntnisreichen Momente und lehrreichen Herausforderungen es sowohl auf meinen Reisen als auch in der Zeit danach gab? Wie steht es um die Gefühle und die Liebe auf Reisen? Dies und vieles mehr erzähle ich in meinem in Arbeit befindlichen Buch „FEtH – From Europe to Hawaii“?

Bis zur Fertigstellung wird es weitere REISEBLOGS geben. Wer weiteren Lesestoff benötigt, für den haben wir bei „Bücher mit Herz“ viele wertvolle Bücher mit Botschaften, die dein Herz öffnen und dir helfen können, deine Herausforderungen besser zu meistern. Mein erstes Buch „alles hat SINN im abenteuer leben“ erzählt die Geschichte von Selina Leone, die auch durch Botschaften aus Büchern den Weg aus ihrem Leid und der Opferhaltung fand.

Schöne Herbstzeit wünscht euch Sandra

Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon. 
(Aurelius Augustinus)